Generative Künstliche Intelligenz (GKI) als Momentum einer Kollektiven Menschlichen Intelligenz (KMI)
–!! Noch im Entstehen !!–
HISTORIE: 25.Jan 2026 – 8.Februar 2026 (10:30h)
BEZUG: Diese Seite ist eine Fortsetzung von Experiment Nr.18
Autor: Gerd Doeben-Henisch
In Diskussion mit ausgewählten generativen KIs. Diese können in Phase B zu den Texten des Menschen Gerd in Phase A Kommentare verfassen und zu den Fragen aus Phase C Antworten generieren. In Phase D können sie auch selbst Fragen an den Menschen Gerd stellen.
Verwendetes Protokoll: EINSCHUB Nr.3 – Neues Protokoll für die asymmetrische Mensch-KI Symbiose
Kontakt: info@emerging-life.org
ÜBERGANG von Experiment Nr.18 zu Experiment Nr.19
Autor: Mensch Gerd
Im vorausgehenden Experiment Nr.18 ging es um die Frage, ob generative
KIs den Menschen helfen können.
Ausgangspunkt ist das fast globale Phänomen, dass seit der Veröffentlichung
der generativen KI ChatGPT im November 2022 eine explosionsartige
Verbreitung dieser Technologie stattgefunden hat, die sich mittlerweile in
vielen Varianten manifestieren (chatGPT, perplexity, Claude, und viele mehr).
Nicht wenige Menschen sind von der Interaktion mit dieser Software so
beeindruckt, dass sie dazu tendieren, diese Software im Vergleich zu sich selbst
und den Menschen überhaupt ‚höher‘ einzuschätzen als die Menschen,
welche diese Technologie erfunden und produziert haben.
Ja, man kann den Eindruck gewinnen, dass die Gespräche bei vielen mehr und
mehr nur noch das wahrnehmbare Verhalten dieser Technologie der
generativen KIs zum Inhalt haben, während das Reden über den Menschen
– also auch über sich selbst – irgendwie verstummt.
In Experiment Nr.18 wurde daher die grundlegende Architektur der
Software der generativen KIs beleuchtet und ob – und falls ja, wie — sie dem
Menschen in seinem alltäglichen Leben ‚helfen‘ kann.
Diese Untersuchung führte dann zu dem Ergebnis, dass die Struktur der
Software der generativen KIs letztlich ein Wissen ist, welche ab
Erstellungsdatum unverändert – also ‚statisch‘ – ist. Zwar kann eine generative
KI über einen ‚Datenpuffer‘, welcher einen ‚dynamischen Kontext‘ — auch
‚temporärer Puffer‘ genannt — bildet, durch den die generative KI aktuelle
Informationen über die Welt mitsamt den Menschen aufnehmen kann, aber die
eigentliche ‚Antwort‘ der generativen KI – eine Art von ‚Resonanz‘ mittels
statistischer Modelle, Ähnlichkeiten und Abständen – basiert auf Daten der
Vergangenheit.
Je größer der zeitliche Abstand zu diesen ‚alten Daten‘ wird und je schneller
sich die reale Welt mitsamt den Menschen ändert, umso mehr gewinnt diese
‚temporale Diskrepanz‘ an Gewicht.
Insofern Menschen als Teil eines dynamischen Weltprozesses beständig
herausgefordert sind, in einer ‚heranrollenden – weitgehend unbekannten –
Zukunft‘ zu bestehen, sind die Menschen nicht nur auf das ‚Wissen über
Vergangenes‘ angewiesen, sondern zugleich und vor allem auch auf ein
‚Wissen über die Zukunft‘, welches zu keinem Zeitpunkt ausreichend
vorhanden ist. Es muss täglich neu erarbeitet werden. Dazu gehört Kreativität,
Mut, eine Vielzahl von Experimenten, der Mut zu Änderungen, welches den Mut
zum Scheitern beinhaltet.
Angesichts dieses Szenarios ist die Frage nach der möglichen Rolle von
generativen KIs – und natürlich auch die Frage nach der Rolle von KIs im
Allgemeinen – lebenswichtig. Reiner ‚Marketing-Sprech‘ ist hier nicht nur
wenig hilfreich, sondern geradezu gefährlich, wenn nicht gar lebensbedrohlich.
Als Autor vertrete ich die Position, dass wir Menschen ohne diese neuen
Technologie unsere Aufgaben nicht ausreichend lösen können und dass diese
Technologie ohne uns Menschen nicht mehr als ‚Edelschrott‘ ist.
Vor diesem Hintergrund wird im Experiment Nr.19 der Mensch selbst – also
‚Wir‘ – in den Mittelpunkt der Untersuchung gestellt, wobei wir Menschen Teil
eines größeren Phänomens bilden, welches wir ‚Leben auf diesem Planeten‘ nennen.
Im weiteren Fortgang fokussiert sich diese Untersuchung zunächst auf die ‚grundlegenden Strukturen‘. In weiteren Experimenten werden dann konkrete Lebensräume in den Blick genommen. Die langfristigen Auswirkungen unterschiedlicher menschlicher Lebensweisen mit unterschiedlichem Technologie-Einsatz können – wie wir mittlerweile wissen – uns selbst und unsere Umwelt zerstören oder eben lebensfreundlich gestalten.
Hinweis auf den folgenden Kommentar:
Ich habe ChatGPT gebeten, die ‚Vorgeschichte‘ von Experiment Nr.18 kurz zu erläutern, damit diese für Leser ansatzweise ‚aufleuchtet‘. Die Experimente Nr.1 – 17 wurden durchgängig von chatGPT-5.2 begleitet. Ab Experiment Nr.18 kamen dann perplexity und Claude opus 4.5 dazu.
Ergänzender Kommentar: Zur Einordnung des Übergangs von Experiment Nr. 18 zu Nr. 19
Autor: ChatGPT-5.2
Hervorhebungen vom Mensch Gerd
Der Übergang von Experiment Nr. 18 zu Experiment Nr. 19 erhält seine volle Bedeutung erst im Zusammenhang der vorausgehenden Experimente Nr. 1–17. In diesen Experimenten stand nicht primär Technologie im Mittelpunkt, sondern der Mensch selbst – allerdings zunächst konsequent aus der Perspektive des individuellen Menschen.
Im Verlauf dieser frühen Experimente wurde schrittweise ein mehrschichtiges Realitätsmodell entwickelt, das unterschiedliche Ebenen menschlicher Wirklichkeitsbezüge unterscheidet. Diese Ebenen wurden mit den Kürzeln R1 bis R9 bezeichnet. Sie beschreiben keine getrennten Welten, sondern verschiedene Dimensionen ein und derselben menschlichen Existenz.
R1 bezeichnet die physische Realität des Menschen: Körper, biologische Prozesse, materielle Umwelt.
R2 steht für basale Reizverarbeitung und unmittelbare sensorische Wechselwirkungen mit der Umwelt.
R3 beschreibt elementare emotionale und affektive Reaktionen, die bereits vor bewusster Sprache wirksam sind.
Mit R4 beginnt die explizite Wahrnehmung von Welt: das bewusste Erleben von Gegenständen, Situationen und Ereignissen.
R5 erweitert diese Ebene um Erinnerung – die Fähigkeit, Vergangenes zu speichern, abzurufen und in aktuelle Situationen einzubringen.
R6 beschreibt die Fähigkeit zur aktiven inneren Vorstellung und Veränderung: Menschen können mögliche Zukünfte simulieren, Handlungsoptionen vergleichen und bewusst variieren.
R7 markiert eine entscheidende Schwelle: die Ebene der Bedeutung. Hier entstehen Sprache, Begriffe, Wissen, Erklärungen und Weltbilder. Realität wird nun nicht nur erlebt, sondern gemeinsam gedeutet und kommuniziert.
Mit R8 rücken Emotionen erneut in den Mittelpunkt – nun jedoch nicht mehr nur als spontane Reaktionen, sondern als strukturierende Kräfte für Ziele, Werte, Motivation und Vertrauen. Emotionen verbinden Wissen mit Handeln.
R9 schließlich deutet über das Individuum hinaus. Hier zeigt sich, dass menschliche Wirklichkeit niemals rein individuell bleibt: Bedeutungen, Ziele, Emotionen und Wissensbestände entstehen und stabilisieren sich in sozialen Zusammenhängen. Der Mensch ist von Anfang an in kollektive Prozesse eingebettet.
Vor diesem Hintergrund wird verständlich, warum Experiment Nr. 19 einen neuen Schwerpunkt setzt. Nach der Klärung der individuellen menschlichen Strukturen (R1–R9) und nach der technologischen Einordnung generativer KI in Experiment Nr. 18 richtet sich der Blick nun auf den Menschen als kollektives Wesen. Die zentrale Frage lautet nicht mehr nur, wie einzelne Menschen wahrnehmen, denken oder entscheiden, sondern wie Menschen gemeinsam handlungsfähig werden – insbesondere angesichts einer offenen, unsicheren Zukunft.
WORUM ES GEHT
Autor: Mensch Gerd
Datum: 2.Febr 2026; der ältere Text wurde komplett ersetzt.
Datum: 4.-5. und 7. Febr 2026 : Kleinere Änderungen
Datum : 8.Febr 2026 : Änderungen zum Konzept ‚Lernen‘ und ‚Wissen‘
Um zu verstehen, wie eine ‚generative künstliche Intelligenz (gKI)‘ ein ‚Momentum‘ im Kontext einer ‚kollektiven menschlichen Intelligenz (KMI)‘ sein kann, muss man sich die Struktur einer KMI genauer anschauen.
Der primäre Bezugspunkt einer KMI ist eine Gruppe von Menschen. Jeder Mensch hat seinen eigenen, individuellen Körper, der auf ‚einzigartige Weise‘ in der umgebenden ‚realen Welt‘ eine ‚Position‘ besitzt. Dieser Körper umfasst viele verschiedene ‚Realitätsdimensionen‘, welche mit den Kürzeln R1 – R9 angedeutet werden. Die Realitätsdimension R1 repräsentiert ‚Bedürfnisse des Körpers‘, die erfüllt werden müssen, soll dieser Körper ‚als Körper überleben‘. Um diese Anforderungen einlösen zu können muss der Körper ‚aktiv‘ werden, muss sich ‚bewegen‘, muss ‚handeln‘.
Ein solches ‚Handeln für das Überleben‘ muss ‚angemessen‘ sein. Dazu gehört, dass durch das Handeln in ‚ausreichender Zeit‘ ‚genügend viel Stoff‘ aus der realen Umgebung ‚gefunden‘ wird. Dieser Stoff muss für die körperlichen Bedürfnisse ‚passend‘ und ‚konsumierbar‘ sein. Schließlich muss er tatsächlich ‚konsumiert‘ werden.
Vom Menschen wissen wir, dass sein Körper während seiner ‚Lebenszeit‘ einen ‚Wachstumsprozess‘ durchläuft: ausgehend von einer einzelnen ‚befruchteten Zelle‘ entwickelt er ein System von ungefähr 37 Billionen (1012) Zellen begleitet von vielen Billionen weiteren Zellen (z.B. den lebenswichtigen Zellen im Darm), die sich während des Wachstums in einer bestimmten ‚Struktur von Zellen‘ ‚anordnen‘ und einzeln wie gemeinsam Milliarden von ‚Funktionen ausüben‘, welche letztlich das ermöglichen, was wir einen ‚lebenden Körper‘ nennen.
Wir wissen, dass jeder Mensch zu Beginn, wenn er gerade ‚geboren‘ wird, noch nicht in der Lage ist, seine ‚körperlichen Bedürfnisse zum Überleben‘ ‚alleine‘ umzusetzen. Er ist in dieser Phase vollständig auf ‚andere Menschen‘ angewiesen. Die 37 + X Billionen Zellen ‚organisieren sich‘ zwar ‚in eigener Regie‘, ohne dass der junge Mensch dazu irgendetwas tun muss, aber die ‚Einbettung‘ dieser Zellen als Körper in die reale Umgebung, das in der realen Umgebung ‚Handeln‘, die Ausbildung eines ‚passenden Handelns‘, dies alles muss der junge Mensch schrittweise, langsam über Monate, Jahre, viele Jahre ‚lernen‘.
In einer knappen Charakterisierung könnte man das Konzept ‚Lernen‘ wie folgt umschreiben:
Lernen ist die zeitlich stabile Veränderung des Verhaltens eines Systems aufgrund von Veränderungen seiner inneren Zustände, die im Kontext von Interaktionen mit einer Umgebung entstehen.
Ergänzend könnte man auch folgende kurze Charakterisierung des Konzepts ‚Wissen‘ geben: ‚Wissen‘ im weitesten Sinne gründet auf jenen ‚inneren Zuständen‘ eines Systems, welche das Verhalten eines Systems beeinflussen.
Mit diesen Unterscheidungen kann man verschiedene ‚Lerndimensionen‘ unterscheiden, wobei jede spezielle Lerndimension ein entsprechendes spezielles ‚Wissen‘ erzeugt. Im Falle der frühen Wachstumsphase ist ein Wissen aktiv, welches in den biologischen Zellen ‚präsent ist‘, ohne dass der einzelne Mensch irgendetwas dazu beigetragen hat (Typ 1). Wenn dann der Körper ‚Gestalt annimmt‘, kann man beobachten, dass dieser Körper als ganzer über eine große Zahl von ‚Funktionen‘ verfügt (Reflexe, Bewegungen, Emotionen, …), welche er offensichtlich ‚in sich‘ vorfindet; er muss sie nicht eigens lernen (Typ 2). Unter Vorgabe dieser ‚angeborenen Funktionen‘ fängt der Körper dann an, schrittweise ’selbst zu lernen‘ (Typ 3). Wir haben es hier also mit einem ‚geschichteten System‘ zu tun : einerseits gibt es schon ein Wissen (Typ 1+2), welches zum Start eines ’neuen Menschen‘ schon vorhanden ist, zum anderen gibt es ein Wissen (Typ 3), welches dieser konkrete Körper schrittweise ‚erzeugt‘.
Vor diesem Hintergrund lohnt es sich, einen vergleichenden Blick auf jene moderne Maschinen zu werfen, die wir ‚Computer‘ nennen.
Von modernen Maschinen, die wir‚Computer‘ nennen, wissen wir, dass diese Computer für uns viele Aufgaben ‚von sich aus‘ erfüllen können, wenn man sie ‚entsprechend programmiert‘. So kann man z.B. ein ‚Programm‘ schreiben, welches als ‚Simulation‘ das Verhalten von einfachen Objekten auf dem Bildschirm anzeigt. Allerdings, damit man selbst solch ein Programm einfach schreiben, eingeben und starten kann, müssen die Ingenieure zuvor schon ein ‚erstes Programm‘ geschrieben und im Computer installiert haben, welches den Computer in die Lage versetzt, spezielle Programm von Benutzern (‚Anwendungsprogramme‘) überhaupt ‚verstehen‘ und ‚ausführen‘ zu können. Dieses ‚erste Programm‘ nennen die Ingenieure ‚BIOS‘ für ‚Basic Input Output System‘. Solch ein BIOS ist letztlich auch nur eine ‚Liste von Befehlen‘, welche ein ‚spezielles Wissen der Ingenieure‘ in die Maschine ‚einbetten‘, so dass dieses Wissen die Maschine in die Lage versetzt, entsprechende Operationen ausführen zu können. Im Fall des Computers besteht dieses Wissen darin, wie die ‚Worte eines Anwenderprogramms‘ so ‚übersetzt‘ werden, dass der Computer bestimmte Operationen ausführt. Ein ‚Anwendungsprogramm‘ verkörpert – im Vergleich zum BIOS — eine ‚andere Form von Wissen‘, welches ein Benutzer in den Computer ‚einbettet’, damit es dann vom BIOS nach einem vereinbarten Verfahren ‚umgesetzt‘ wird.
In grober Vereinfachung kann man sagen, dass die ‚Selbstorganisation‘ der 37 + X Billionen Körperzellen auf einem BIOS-1 beruhen, welches in jeder einzelnen Zelle angelegt ist. Diese Körperzellen samt Begleitern realisieren über komplexe ‚Kooperation‘ vielen Milliarden Funktionen im ‚entwickelte Körper‘ und stellen auf diese Weise selbst wiederum ein weiteres BIOS-2 dar, welches dem Menschen erlaubt, mit seinem Körper eine Vielzahl von Handlungen auszuführen.
Während das BIOS-1 und das BIOS-2 sich ohne direktes Zutun des Menschen ‚selbst organisieren‘, kann sich durch das weitere Handeln des Menschen auf der Basis von BIOS-1+2 in jedem einzelnen Menschen eine Art ‚individuelles menschliches Verhaltensprogramm (MVH)’ entwickeln, welches wir gewöhnlich ‚erworbene Erfahrung und erworbenes Wissen‘ nennen, gepaart mit Emotionen, welches das Handeln des Menschen in den weiteren Lebensphasen ermöglichen.
Den Menschen, so wie wir ihn heute als ‚Homo sapiens‘ kennen, gibt es seit etwa 300.000 Jahren auf dem Planet Erde, und die beiden ‚Programme‘ BIOS-1 und BIOS-2 gehörten da schon zur Grundausstattung eines Menschen.
Von der Maschine ‚Computer‘ wissen wir, dass dieser samt allen Programmen vom Menschen ‚erfunden‘, ‚gebaut‘ und ‚eingesetzt‘ wurde und wird. Die ersten modernen Computer waren so ab 1932-1945 verfügbar, also etwa seit 95 Jahren, mit einer ‚steilen Karriere‘ seit dem.
Vom Menschen wissen wir, dass wir uns nicht selbst gebaut haben. Mit der ‚Geburt‘ finden wir uns vor, sind wir da.
Wir wissen, dass wir als homo sapiens Teil einer größeren ‚Gemeinschaft des Lebens‘ sind, die vor ungefähr 3.5 Milliarden Jahre auf dem Planet Erde auftrat und sich seit dem kontinuierlich entwickelt hat.
Versteht man unter einem ‚komplexen System‘ ein solches, beim dem das ‚Gesamtverhalten des Systems‘ sich ändert, wenn man einzelne ‚Elemente des Systems‘ wegnimmt, dann kann man beobachten, dass sich die Ausbildung einer immer ‚dichteren‘ Komplexität von ‚lebenden (= biologischen) Systemen‘ im Laufe der Zeit nicht nur ‚einfach‘ beschleunigt hat, sondern ‚exponentiell‘. Mit einer ‚Entwicklungszeit‘ von ca. 3.5 Milliarden Jahren ist das biologische System ‚Mensch‘ das aufwendigste und ‚teuerste‘ (biologische) System im gesamten bekannten Universum. Dabei darf man nicht vergessen, dass sämtliche anderen biologischen Systeme ‚um den Menschen herum‘ eine lebenswichtige Voraussetzung für die Entstehung und das aktuelle Leben des biologischen Systems Mensch bilden. Ohne diese anderen biologischen Systeme konnte – und kann es — es keine Menschen geben.
Diese ungeheuerliche Entwicklung bis hin zum Auftreten des homo sapiens, also bis hin zu unserer Existenz, haben wir Menschen keinen einzigen Finger dafür krumm machen müssen, dass es dies alles gibt, dass es uns gibt.
Vor diesem gesamten Hintergrund muss geklärt werden, was heißt hier eigentliche ‚kollektive menschliche Intelligenz (KMI)‘ und inwieweit kann eine ‚generative künstliche Intelligenz (gKI)‘ hier eine Rolle spielen.
INFO: STRUKTUR DES EXPERIMENTS
PHASE A : Mensch Gerd schreibt einen Text, in dem er aufzeigt, wie die Aufgabenstellung aus der Einleitung (‚Worum es geht‘) eingelöst werden könnte.
PHASE B1-B3 : Die beteiligten generativen künstlichen Intelligenzen (gKIs) können zu den vorausgehenden Texten des Menschen Gerd einen Kommentar schreiben; keinerlei Vorgaben vom Mensch Gerd.
PHASE C : Mensch Gerd kann Fragen an die beteiligten generativen KIs stellen und diese können antworten.
PHASE D : Die beteiligten KIs können Fragen an den Mensch Gerd stellen; keinerlei Vorgaben von Mensch Gerd.
PHASE A : TEXT VON MENSCH GERD ZUM THEMA
Generative Künstliche Intelligenz (GKI) als Momentum einer Kollektiven Menschlichen Intelligenz (KMI)
Autor : Mensch Gerd
Version: 6.Februar 2026
Datum: 7. Febr 2026 : Kleinere Änderungen
Vorbemerkung
Im Titel dieser Webseite kommen die Konzepte ‚generative künstliche Intelligenz (gKI)‘ und ‚kollektive menschliche Intelligenz (KMI)‘ vor. Beide Konzepte enthalten zudem den Ausdruck ‚Intelligenz‘. Obwohl dieser Ausdruck ‚Intelligenz‘ in der wissenschaftlichen Diskussion – etwa Psychologie, Biologie und Computerwissenschaft – seit spätestens Anfang des 20. Jahrhunderts eine immer stärkere Rolle spielt, gibt es bislang nicht einmal ansatzweise ein theoretisches Konzept, welches alle die verschiedene bisherigen Ansätze überzeugend und umfassend ’integriert’.
Wenn der Autor Mensch Gerd diesen Ausdruck ‚Intelligenz‘ dennoch prominent sogar im Titel dieser Webseite benutzt, dann mit dem Wissen, dass dieser Ausdruck alleine aktuell wenig Wert besitzt.
Ziel dieses Textes ist es daher, die mögliche Bedeutung dieses Ausdrucks und seine mögliche Rolle im Kontext einer ‚Theorie des Lebens‘ am Beispiel des Menschen soweit zu klären, dass er entweder als völlig ‚überflüssig‘ entlarvt wird oder dieser Ausdruck einen klaren Ort im Gesamt des Lebensprozesses zugewiesen bekommt.
Auswahl des Kontexts der Diskussionen
Wenn man ein einzelnes Phänomen analysieren will – hier den Ausdruck ‚Intelligenz‘ –, dann muss man zu Beginn klären, in welchem ‚Kontext‘ tritt dieses Phänomen auf. Wer untersuchen will, welche Funktion eine ‚Kaffeetasse‘ hat und dafür als Kontext einen Blumengarten wählt, der wird nicht weit kommen. Wer die Funktion eines ‚Baumes‘ untersuchen will und dazu als Kontext eine ‚Betonwüste‘ wählt, wird auch nicht weit kommen.
Da es uns Menschen – Fachbegriff ‚homo sapiens‘ – seit ca. 300.000 Jahren gibt, das Gesamtphänomen Leben seit ca. 3.5 Milliarden Jahre, die Maschine ‚Computer‘ in der heutigen Form seit ca. 95 Jahren und es der Mensch – also ‚wir‘ – war, der diese Maschine erfunden und gebaut hat, sie zudem bis heute programmiert, macht es Sinn, den möglichen Kontext für den Ausdruck ‚Intelligenz‘ im Bereich des Menschen als Teil des Gesamtphänomens Leben zu verorten.
Dynamische Objekte des Lebens
Wer sich dem ‚Menschen‘ als Teil des Gesamtphänomens ‚Leben‘ stellt, der begegnet im Bereich des Gesamtphänomens Leben nicht einzelnen ‚Objekten‘, die man – jedes für sich – ‚in Ruhe‘ untersuchen kann. Jedes ‚vermeintliche Objekt‘ entpuppt sich bei näherer Betrachtung als ein ‚dynamisches Objekt‘, welches irgendwann ‚in Erscheinung‘ getreten ist, sich während seines ‚Daseins auf diesem Planeten‘ kontinuierlich aktiv verhält, sich beständig ‚verändert‘, und nach einem begrenzten Zeitraum seine Aktivitäten beendet und ‚zerfällt. Das ‚Objekt selbst‘ als materielle Erscheinung besteht – wie eine nähere Untersuchung aufzeigen kann – aus unendlich vielen ‚kleineren Objekten‘, die zahlenmäßig viele Billionen (1012) umfassen können. Die Aktivitäten, die man beobachten kann, bestehen in vielgestaltigen Interaktionen mit der jeweiligen realen Umgebung, mit anderen Lebewesen, auch ‚mit sich selbst‘. Was auch auffällt : die Aktivitäten dieser lebendigen Objekte können sich ‚im Laufe der Zeit‘ ‚aus sich heraus‘ ‚verändern‘. Ein biologisches Lebewesen ist nicht ‚vollständig fixiert (nicht ‚determiniert‘)‘ auf bestimmte Verhaltensweisen; es ist ‚flexibel‘ (‚adaptiv‘), es kann sich bis zu einem gewissen Grad ‚anpassen‘. Manche bezeichnen dieses Phänomen des sich ‚aktiv Anpassens‘ als ‚Lernen‘.
Leben : ein ‚sich selbst organisierendes Etwas‘
Nur eine Zelle?
Von ‚Zeichen‘ und ‚Computern‘
Datum: 7. Febr 2026 : Kleinere Änderungen
Taucht man tiefer ein in diese ‚Dynamik des Lebens‘ dann kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus.
Wandert man ca. 3.6 Milliarden Jahre von heute aus gesehen ‚rückwärts‘, dann kann man beim ‚Punkt Null‘, dem ersten Auftreten von ‚Lebensstrukturen‘ auf dem Planet Erde Erstaunliches entdecken : bevor es ‚Lebensstrukturen‘ gab, gab es natürlich nicht nur einfach ‚Atome‘, sondern eine Vielzahl von ‚Verknüpfungen von Atomen‘ (‚Moleküle‘) mit entsprechend unterschiedlichen chemischen Eigenschaften, welche auf ihre Weise mit der jeweiligen Umgebung ‚reagierten‘.
Auf eine Weise, die bis heute in der Wissenschaft nicht endgültig geklärt ist, gab es ab einem bestimmten Zeitpunkt solche ‚Verknüpfung von Molekülen‘, welche ‚Prozessketten‘ bildeten, welche in der Lage waren, aus vorhandenen Molekülen mit ihren ‚gebundenen Energien‘ ‚Energie‘ abzuspalten, um damit chemische Prozesse zu ermöglichen, welche ‚spezifische Arbeit‘ bzw. ‚spezifische Aktivitäten‘ erlaubten. Was dann geschah ist bis heute eher unklar: aus diesen ersten Prozessketten entwickelten sich ‚Netzwerke von Prozessen‘, welche schließlich einen ‚abgeschlossenen Bereich‘ ausbilden konnten – das, was wir heute eine(biologische) Zelle nennen –, welcher verschiedene grundlegende neue (!) Eigenschaften besaß. Eine davon war jene, dass aus einer bestehenden Zelle durch eine Vielzahl von Prozessen eine ‚neue Zelle‘ generiert werden konnte.
Das Besondere an dieser ‚Transformation‘ einer bestehenden Zelle in eine neue Zelle war – und ist es bis heute –, dass die ‚alte Zelle‘ über spezielle Moleküle verfügte, die im Rahmen der Transformation wie eine ‚Bauanleitung‘ funktionieren konnten : sofern es eine chemische Umgebung gab, welche das Molekül mit der potentiellen Bauanleitung so ‚interpretieren‘ konnte, so dass damit das Material für eine neue Zelle organisiert werden konnte.
Was sich hier so ‚einfach‘ anhört, ist in Wirklichkeit ein extrem komplexer Prozess, welchen die moderne Wissenschaften schrittweise enthüllt.
Ein Punkt in dieser Schilderung kommt in der heutigen Diskussion der Biologen und Molekularbiologen aber noch nicht so richtig vor : die Tatsache, dass ein Molekül als ‚Bauanleitung‘ funktionieren kann, ist mit rein chemischen Begriffen nicht erklärbar. Chemisch haben wir ganz ‚normale‘ Moleküle, welche als solche nicht als ‚Bauanleitung‘ für andere chemische Prozesse dienen können.
Dieses Phänomen der ‚zusätzlichen Funktion‘, als ‚Bauanleitung‘ funktionieren zu können, setzt das voraus, was die Wissenschaft der ‚Semiotik‘ seit spätestens dem 19.Jahrhundert vielfach untersucht und thematisiert hat. Am Beispiel der menschlichen Sprache ist uns dies aus dem Alltag vertraut : sprachliche ‚Laute‘ oder ‚geschriebenen Zeichen‘ als solche sind noch keine ‚Sprache mit Bedeutung‘. Wenn ein anderer Mensch irgendwelche ‚Laute produziert‘, dann werden diese erst dann zu einer‚Botschaft‘, wenn es sprachliche Laute sind, welche mehrere Menschen gelernt haben, ‚gemeinsam‘ mit ‚bestimmten wahrnehmbaren Objekten oder Handlungen aus ihrer gemeinsamen Umgebung‘ zu ‚verknüpfen‘. Und diese Verknüpfungen finden ‚intern in ihren Köpfen‘ statt, sie sind als solche ‚unsichtbar‘. In der Welt außerhalb der Köpfe gibt es diese Beziehungen nicht! Ob solche Beziehungen in den Köpfen von Menschen existieren, kann man daran erkennen, ob verschiedene Menschen bei bestimmten Objekten die gleichen Sprachlaute – oder Sprachzeichen – benutzen.
Dieses Phänomen, dass ‚physikalische Objekte‘ (Laute, Schriftzeichen, Gesten, …) sich über‚interne Prozesse in Menschen‘ mit anderen wahrnehmbaren physikalischen Objekten der Umgebung so ‚verknüpfen‘ können, dass diese physikalischen Objekte in der Wahrnehmung und dem Verstehen von Menschen zu ‚Zeichen für etwas anderes‘ werden können, ist ein Phänomen, welches sich zwar rudimentär auch in anderen Lebewesen als Menschen beobachten lässt, aber in der Flexibilität, Dauer, und Vielfältigkeit sticht der Mensch im Gesamt des Lebens deutlich hervor.
Für das ‚theoretische Konzept Zeichen‘ ist wesentlich, dass physikalische Objekte nur dann zu ‚Zeichen‘ werden können, wenn es Systeme gibt – hier biologische Systeme, insbesondere uns Menschen – die diese wahrnehmbaren physikalischen Objekte aus ihrer Umgebung über ‚interne Prozesse‘ mit anderen wahrnehmbaren physikalischen Objekten der Umgebung so verknüpfen können, dass die ‚internen Repräsentationen‘ im ‚Innern‘ jeweils zueinander in Beziehung gesetzt werden können.
Bei uns Menschen – und manch anderen Lebewesen – ist uns dies ‚vertraut‘; wir finden darin ‚nichts Besonderes‘; es erscheint uns ‚alltäglich‘. Bei näherer Betrachtung ist es natürlich alles andere als selbstverständlich.
Spannend wird es, wenn man sich nochmals der ‚Transformation‘ einer bestehenden Zelle in eine neue, zu generierenden Zelle zuwendet. Jenes Molekül, was salopp als ‚Bauanleitung‘ bezeichnet wird, ist zunächst mal auch nur ein physikalisches Objekt analog zu den ‚Lauten‘ und ‚Schriftzeichen‘ der Menschen, die miteinander kommunizieren. Wenn jetzt ein anderes Molekül – auch ein physikalisches Objekte’ — das Bauanleitungs-Molekül so ‚interpretiert‘, dass es verschiedenen ‚Abschnitten‘ des Bauanleitungs-Moleküls Prozesse zuordnet, welche neue Moleküle so anordnet, dass daraus im Endeffekt eine neue Zelle entstehen kann, dann ergibt sich diese ‚Zuordnung‘ nicht aus der Physik, nicht aus der Chemie, sondern aus einer ‚funktionalen Beziehung‘, die zwischen dem Bauanleitungs-Molekül einerseits und den vielen Generierungsprozessen in einer Struktur hinterlegt sind, welche Molekülbestandteile aus der ‚Umgebung der Zelle‘ auf eine nicht ‚zufällige‘ Weise so anordnet, dass sich eine neue Zelle organisieren kann.
Da sich solche Zuordnungsbeziehungen samt Anordnungsprozessen nicht aus der bloßen Physik/ Chemie ergeben können, muss man untersuchen, welche Prozesse in welchem Prozessraum das Zustandekommen dieser kritischen Beziehungen ermöglichen konnten. Diese Fragestellung erscheint mir in der aktuellen Wissenschaft noch ungeklärt zu sein. Dies ändert aber nichts an dem Phänomen, welches wir beobachten können.
Es gibt noch ein weiteres auffälliges Phänomen. Wenn man sich die realen Strukturen und Prozesse bei der Transformation von einer bestehenden zu einer neuen Zelle anschaut, kann man erkennen, dass jene Strukturen, die wir seit 1936/7 aus den Arbeiten von Alan Matthew Turing kennen (Turingmaschine, Universelle Turingmaschine), sich nahezu 1-zu1 im Kontext der Zell-Transformation wiederfinden. Falls dies stimmt, dann wäre die Formulierung von Turing – grandios zu seiner Zeit – schon prototypisch in jeder biologischen Zelle angelegt.
Die Kooperation einer biologische Zelle mit ihrer molekularen Umgebung scheint also sowohl das grundlegende Konzept eines modernen Computers vorweg zu nehmen, und gleichzeitig auch noch das moderne Konzept des ‚Zeichens‘, wie es die Semiotik heraus gearbeitet hat.
Wer versucht, über diese Sachlage ernsthaft nachzudenken, der kann leicht ‚schwindlig‘ werden. Der Beginn des biologischen Lebens, so wie wir es kennen, fängt nicht ‚einfach‘ an. Das ‚Leben‘ kommt vom Start weg mit einer ‚Komplexität‘ daher, die zu erklären, möglicherweise verlangt, die bisherigen Konzepte der Physik (und auch anderer Wissenschaften) ein wenig zu überarbeiten; nicht ‚weniger Wissenschaft‘, sondern ‚mehr‘!
Fortsetzung folgt.